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Was ist ein Oenologe

Der Beruf des Oenologen findet sich im Zentrum aller weinbaulichen Tätigkeiten. In Deutschland ist die Berufsbezeichung "Oenologe" nicht weiter rechlich definiert.  

 

Er entspricht nach einer Definition der OIV (Office de la Vigne et du Vin) einer Hochschulausbildung, die wie folgt aussieht:

 

" Der Oenologe ist die Persönlichkeit, welche, kraft ihrer wissenschaftlichen und technologischen Kenntnisse, ausgewiesen durch das Diplom, das demjenigen einer Fachhochschule oder einer Universität entspricht, fähig ist, im Rahmen der guten und rechtsgültigen Praxis folgende Tätigkeiten auszuüben : Die vernunftgemässe Anwendung des gelernten oder aus der Wissenschaft oder Techologie geschöpften Wissens; die Durchführung technologischer Forschung; die Mitarbeit in der Entwicklung von Materialien für die Technologie und die Ausrüstung von Kellereien; die Mitarbeit in der Anlage und der Pflege von Rebbergen; die Übernahme der vollen Verantwortung für die Produktion von Traubensaft, Wein und Folgeprodukten aus Wein und die Sicherung ihrer Haltbarkeit; die Durchführung von Analysen (physikalische, chemische, mikrobiologische und organoleptische) der vorher erwähnten Produkte und die Interpretation der Analysedaten; er hat die Fähigkeit die bestehenden Beziehungen zwischen Wirtschaft, Weingesetzgebung und oenologischer Technologie zu erkennen und die Vermarktung der Produkte zu organisieren". 



Das Berufsbild in Europa

Der internationale Verband der Oenologen umfasst mehr als 20'000 Oenologen weltweit. Die Mehrheit davon stammen aus Europa. Jedes land hat seine eigenen Ausbildungsstufen zum Beruf Oenologe, respektiert aber die vorgaben der "Organisation Internationale de la Vigne et du Vin" (OIV). Neben den europäischen Länder sind Argentinien, Brasilien, Chile, Uruguay und Canada Mitglieder des internationalen Verbandes der Oenologen.

 

Die qualifizierteste deutsche Ausbildungstätte für "Oenologen" ist seit über 100 Jahren Geisenheim im Rheingau  (Fachhochschule und Forschungsanstalt) in Verbindung mit der Uni Giessen, sowie im Schwerpunkt Weinmarkt auch die FH Heilbronn.



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