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Michael Mayer-Marczona, Geisenheimer Absolvent von 1983 in dem Studiengang Landespflege.

Im Jahre 1957 in Oestrich geboren, absolvierte der junge Michael Mayer nach Abschluss der mittleren Reife in Wiesbaden, eine Lehre zum Landschaftsgärtner. Nach Fachabitur und Studium der Landespflege in Geisenheim folgten die ersten Berufserfahrungen im Planungsbüro Stahl in Hofheim/Ts.. Bis dato im reinen planerischen Bereich wechselte er 1985 zum Büro Hanke, Kappes, Heide und arbeitete dort 4,5 Jahre ausschließlich in der Bauleitung.

 

Seit 1989 trat er seine neue Stelle als Fachbereichsleiter Außenanlagen der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH in Frankfurt/M an. Mit drei weiteren Mitarbeitern im Büro betreut er, die Außenanlagen von annähernd 44.000 Wohnungen im gesamten Südhessischen Raum. Der Arbeitsbereich erstreckt sich von der Pflege über die Modernisierung bis hin zu Neuanlage ganzer Grünzüge.

 

Als Fachbereichsleiter obliegen ihm 14 Mitarbeiter des NH eigenem Pflegebetriebes, sowie die Koordination weiterer 23 externer Pflegefirmen. Zusätzlich engagierte sich Herr Mayer-Marczona im Arbeitskreis großer Wohnungsunternehmen, d.H. Unternehmen mit mehr als 30.000 öffentlich geförderten Wohnungen im als Leiter Bereich Wohnumfeld. Dies beinhalte neben einem informellen Treffen und Standortabstimmungen, auch die Diskussion von Problemen in diesem Bereich und Erarbeitung möglicher Lösungen.

Als vierter "Homo geisenheimensis" stellte sich Michael Mayer-Marczona in unserer vierten Ausgabe der "Geisenheim Alumni" im Sommer 2004 unseren Fragen. Wir haben uns dabei von dem folgenden Fragebogen, den der Schriftsteller Marcel Proust in seinem Leben gleich zweimal ausfüllte und in der Vergangenheit ein beliebtes Gesellschaftsspiel war, inspirieren lassen. Wir führen dieses Spiel – leicht verändert – weiter: heitere und heikle Fragen als Herausforderung an Geist und Witz.

Wo möchten sie leben? Früher: als Brückenwärter an einem holländischen Kanal. Zur Zeit: Hier und jetzt. Später: Mit Sand an den Füßen das Meer riechen und warmen Wind spüren.
Was ist für sie das vollkommene irdische Glück? Verschwitzt, müde und kaputt auf einem einsamen Berggipfel anzukommen und dann über den Dingen zu stehen.
Was ist für sie das größte Unglück? Der Verlust von persönlich wichtigen Menschen.
Welchen Fehler entschuldigen sie am ehesten? ....
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte? Karl der Spätlesereiter.
Ihr Lieblingsfachbuch? Der BRUNS-Sortimentskatalog.
Ihr Lieblingswein? Als Rheingauer natürlich ein Riesling, Kabinett halbtrocken. Mit einer Ausnahme (fast) noch lieber mag ich inzwischen einen trockenen Riserva vom Weingut Nittardi aus der Toskana.
Ihre Lieblingsblume? Die Eisblume in einer verschneiten Winterlandschaft.
Ihre Lieblingsbeschäftigung? Das verrate ich nicht.
Ihr Hauptcharakterzug? Der Wille, ein gestecktes Ziel auch zu erreichen.
Ihr größter Fehler? Zu ungeduldig zu sein.
Was möchten sie sein? So bleiben wie ich bin.
Ihre Lieblingsfarbe? Das tiefdunkle Rot eines guten Chianti und das leuchtende Goldgelb eines Rieslings.
Ihr(e) Lieblingsschriftsteller(in)? Die Mieter der Nassauischen Heimstätte mit ihren Beschwerdenbriefen zur Freianlagenpflege. Von der Lyrik bis zur Satire, alles dabei und nobelpreisverdächtig.
Ihre Helden in der Wirklichkeit? Meine Frau als Erzieherin in einer Kindertagesstätte.
Was verabscheuen sie am meisten? Oberflächlichkeit
Welche Reform bewundern sie am meisten? Alle Reformen die nachhaltig etwas bewegen.
Welche natürliche Gabe möchten sie besitzen? Die Bäume reden zu hören.
Warum haben sie diesen Beruf gewählt? Als schulmüder 17-jähriger hat mir ein Berufsberater beim Arbeitsamt in einem Beratungsgespräch den Beruf des Landschaftsgärtners empfohlen. Der Mann war ein Genie und lag damit goldrichtig.
Welche drei Dinge würden sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Eine Flasche Wein, einen Korkenzieher und ein Glas.
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung? Im Großen und Ganzen zufrieden und ausgeglichen.
Was bedeutet Geisenheim für Sie? Viel: Hier bin ich zuerst auf das Rheingau-Gymnasium gegangen, habe nach meiner Lehre, an der Fachoberschule in Geisenheim mein Fachabitur gemacht und anschließend im Monrepos sieben Semester Landespflege studiert. Außerdem habe ich hier drei Jahre mit meiner Frau und unserem erstem Kind in der Webergasse gewohnt.

Michael Mayer-Marconza

Geisenheimer Abschluss 1983

VEG-Mitgliedsnummer 2332