| Eymael: Quantensprung für den Weinbau weltweit | |  | |
Eine neue Generation Traubenvollernter könnte nach Ansicht von Günter Eymael, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Weinbauministerium, einen „Quantensprung für den Weinbau weltweit“ bringen: In einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird eine Maschine entwickelt, die nicht nur Trauben erntet, sondern gleich im Weinberg über eine Zentrifuge entsaftet und den Trester zurücklässt.
Findige Wissenschaftler an der Hochschule Wädenswil (Kanton Zürich in der Schweiz) und fortschrittliche Unternehmer bei den Firmen ERO (Niederkumbd, Rhein-Hunsrück-Kreis) und Westfalia Food Tech (Oelde, NRW, und Niederahr, Westerwaldkreis) haben dieses ehrgeizige Projekt in Angriff genommen und eine Maschine entwickelt, die bereits in der Ernte 2005 in Deutschland erfolgreich getestet wurde und in diesem Frühjahr in Chile weitere Praxiserfahrungen sammeln soll. Diese sollen für den Bau eines Prototyps genutzt werden. Das rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Weinbauministerium hat sich nach sorgfältiger Prüfung der Unterlagen entschlossen, dieses außergewöhnliche FuE-Projekt mit überregionaler Bedeutung über die Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz im Rahmen der Technologieförderung zu unterstützen. „Wir sehen hier eine Riesenchance, mit weniger Arbeitsschritten eine höhere Qualität zu erzeugen. Davon kann die Weinwirtschaft, aber auch der mittelständisch geprägte Maschinenbau im Land profitieren“, betonte Eymael.
Der Staatssekretär skizzierte die Vorteile: Wenn Ernte, Entsaftung und eine erste Stufe der Mostvorklärung in einem kontinuierlichen Prozess direkt im Weinberg ablaufen, kann eine sensible Lücke in der Traubenverarbeitung geschlossen werden. Durch die kurze Verweilzeit des Produktes in der Maschine werden mikrobiologische Vorgänge ebenso reduziert, wie die Beeinflussung durch zu hohe mechanische Belastung. Das führt zu einer spürbaren Verbesserung der Mostqualität.
Die Weinbaubetriebe werden in der arbeitsintensiven Herbstkampagne zeitlich entlastet. Es entfallen die kompletten Rüst- und Prozesszeiten bis hin zur Mostvorklärung. Auch Entsorgungs- und Reinigungsarbeiten im Kelterhaus sowie der Trestertransport werden weniger. Die neue Technologie führt zu einer deutlichen Zeitersparnis. Wo das neue System über Lohnunternehmen eingesetzt und auf herkömmliche Keltertechnik verzichtet werden kann, entstehen deutliche Kostenvorteile.
Der Bau und der weltweite Vertrieb der neuen Technologie sichert und schafft Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz, das mit einer Exportquote von über 40 Prozent bereits jetzt an der Spitze der Bundesländer steht und somit auf den Weltmarkt angewiesen ist.
„Wenn das neue System Marktreife erlangt hat und sich durchsetzt, werden wir prüfen, ob wir in den kommenden Jahren über eine Anpassung der
so genannten „Einzelbetrieblichen Investitionsförderung“ Maschinengemeinschaften bei der Anschaffung der neuen Technologie unterstützen können“, sagte Eymael. Die Technik habe auf jeden Fall das Potenzial, die Außen- und Kellerwirtschaft im Weinbau weltweit zu revolutionieren. Rheinland-Pfalz als Deutschlands Weinland Nr. 1 müsse auch bei der Entwicklung neuer Technologien für die Weinwirtschaft Vorreiter sein, so sein Fazit.
Eine neue Generation Traubenvollernter könnte nach Ansicht von Günter Eymael, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Weinbauministerium, einen „Quantensprung für den Weinbau weltweit“ bringen: In einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird eine Maschine entwickelt, die nicht nur Trauben erntet, sondern gleich im Weinberg über eine Zentrifuge entsaftet und den Trester zurücklässt.
Findige Wissenschaftler an der Hochschule Wädenswil (Kanton Zürich in der Schweiz) und fortschrittliche Unternehmer bei den Firmen ERO (Niederkumbd, Rhein-Hunsrück-Kreis) und Westfalia Food Tech (Oelde, NRW, und Niederahr, Westerwaldkreis) haben dieses ehrgeizige Projekt in Angriff genommen und eine Maschine entwickelt, die bereits in der Ernte 2005 in Deutschland erfolgreich getestet wurde und in diesem Frühjahr in Chile weitere Praxiserfahrungen sammeln soll. Diese sollen für den Bau eines Prototyps genutzt werden. Das rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Weinbauministerium hat sich nach sorgfältiger Prüfung der Unterlagen entschlossen, dieses außergewöhnliche FuE-Projekt mit überregionaler Bedeutung über die Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz im Rahmen der Technologieförderung zu unterstützen. „Wir sehen hier eine Riesenchance, mit weniger Arbeitsschritten eine höhere Qualität zu erzeugen. Davon kann die Weinwirtschaft, aber auch der mittelständisch geprägte Maschinenbau im Land profitieren“, betonte Eymael.
Der Staatssekretär skizzierte die Vorteile: Wenn Ernte, Entsaftung und eine erste Stufe der Mostvorklärung in einem kontinuierlichen Prozess direkt im Weinberg ablaufen, kann eine sensible Lücke in der Traubenverarbeitung geschlossen werden. Durch die kurze Verweilzeit des Produktes in der Maschine werden mikrobiologische Vorgänge ebenso reduziert, wie die Beeinflussung durch zu hohe mechanische Belastung. Das führt zu einer spürbaren Verbesserung der Mostqualität.
Die Weinbaubetriebe werden in der arbeitsintensiven Herbstkampagne zeitlich entlastet. Es entfallen die kompletten Rüst- und Prozesszeiten bis hin zur Mostvorklärung. Auch Entsorgungs- und Reinigungsarbeiten im Kelterhaus sowie der Trestertransport werden weniger. Die neue Technologie führt zu einer deutlichen Zeitersparnis. Wo das neue System über Lohnunternehmen eingesetzt und auf herkömmliche Keltertechnik verzichtet werden kann, entstehen deutliche Kostenvorteile.
Der Bau und der weltweite Vertrieb der neuen Technologie sichert und schafft Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz, das mit einer Exportquote von über 40 Prozent bereits jetzt an der Spitze der Bundesländer steht und somit auf den Weltmarkt angewiesen ist.
„Wenn das neue System Marktreife erlangt hat und sich durchsetzt, werden wir prüfen, ob wir in den kommenden Jahren über eine Anpassung der
so genannten „Einzelbetrieblichen Investitionsförderung“ Maschinengemeinschaften bei der Anschaffung der neuen Technologie unterstützen können“, sagte Eymael. Die Technik habe auf jeden Fall das Potenzial, die Außen- und Kellerwirtschaft im Weinbau weltweit zu revolutionieren. Rheinland-Pfalz als Deutschlands Weinland Nr. 1 müsse auch bei der Entwicklung neuer Technologien für die Weinwirtschaft Vorreiter sein, so sein Fazit.
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