| Weingut Schäfer-Fröhlich, Bockenau (Nahe) | |  | |
Ein so konsequent durchgezogener Perfektionismus, der alle Bereiche der Weinherstellung beinhaltet, wird an der Nahe schwer zu finden sein. 1995 übernahm Tim Fröhlich die Verantwortung für den Keller, seitdem geht das Gut von Erfolg zu Erfolg. Für sein junges Alter ist Tim Fröhlich ein ernster Mann, sehr konzentriert auf seine Arbeit und deren Produkte: die Weine. Auf die Frage, wo er seine Arbeit in den nächsten Jahren noch verbessern wolle, im Weinberg oder im Keller, antwortet er ohne zu zögern »Überall«. Trotz der erreichten Qualitäten will er in allen Richtungen nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten suchen.
Ein kühler Denker, der sich selbstkritisch hinterfragt. Seine Weine scheinen fast ein Ebenbild des Winzers zu sein: klar und ohne Schnörkel, extrem mineralisch, ohne falsche Kompromisse einzugehen. Die Idealverkörperung dieses Ansatzes sind dabei die strahlenden edelsüßen Kreszenzen, die alljährlich zum Besten gehören, was in Deutschland erzeugt wird. Dafür erhielt er im letzten Jahr die vierte Traube und wurde »Aufsteiger des Jahres« – und hier wird sich nicht auf den Lorbeeren ausgeruht.
Die 2004er Kollektion ist wieder eine Parade aus drei, wie mit dem Lineal gezeichneten stoffigen »Großen Gewächsen«, aus denen das spielerische Frühlingsplätzchen hervorsticht, schmelzigen Burgundern, samtenen Rotweinen und blitzenden Diamanten im edelsüßen Bereich. Wieder gibt es hier eine atemberaubende Eiswein Goldkapsel aus dem Bockenauer Felseneck, die Konzentration und Reinfruchtigkeit kombiniert. Bestimmend ist stets die ungemeine Mineralität der Schäfer-Fröhlich-Weine, dazu kommt bei Eisweinen und großen Auslesen ein besonders niedriger Alkoholgehalt, der sie so federleicht macht. All diese famosen Weine wären nicht möglich ohne die Unterstützung der Familie. Tim Fröhlichs Eltern und seine Schwester ergeben zusammen ein leistungsstarkes Dream-Team in Sachen Wein. Die Weinbergsvergrößerung der letzten Jahre um drei Hektar hat auch dazu beigetragen, dass hier so selektiert werden kann, wie es für derlei Spitzenweine nötig ist. Durch den Zukauf von 1,5 Hektar im Schlossböckelheimer Felsenberg und im Monzinger Halenberg hat man jetzt 75 Prozent Riesling. (Quelle: Gault Millau Deutschland 2006)
www.weingut-schaefer-froehlich.de
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